Zurück zur Startseite!
Startseite | Sitemap | Kontakt Suche:
MUSEEN
 
VERANSTALTUNGEN
 
MUSEUMS-
ENTWICKLUNG
KUNST IN KEMPTEN
 
PRESSE
 
INFOS
 
Kunsthallen-Stipendium
Kunsthalle
Kunstausstellung im Rahmen der Allgäuer Festwoche
Kunstpreise der Stadt Kempten
Thomas-Dachser-Gedenkpreise
- Aus Liebe zur Kunst
Werkverzeichnis: Maximilian Ruess


Aus Liebe zur Kunst.

40 Jahre Bürgerpreis und Thomas-Dachser-Gedenkpreis

Ilka Knöpfel M.A.

Im Jahr 1969 fand die Kunstausstellung im Rahmen der Allgäuer Festwoche zum 20. Mal statt und auch der Kunstpreis der Stadt Kempten, der zu einer festen Einrichtung der Allgäuer Kunstförderung geworden war, sollte in jenem Jahr wieder vergeben werden. Im Vorwort des Ausstellungskataloges verkündete der damalige 1. Vorsitzende des Berufsverbandes Bildender Künstler Heinz Schubert fast geheimnisvoll: „… ein Bürger unserer Stadt, selbst Künstler und Kunstfreund, stiftete einen zusätzlichen Preis, welcher der Förderung des Kunstlebens dienen soll und mit 1200,- DM dotiert ist“. Der Bürgerpreis, der später in Thomas-Dachser-Gedenkpreis umbenannt wurde, war damit aus der Taufe gehoben. Seitdem wurde er – mit einer Ausnahme1 – jährlich durch eine Fachjury vergeben und kann 2009 mit dem 40. Jubiläum begangen werden.

Der im Katalog von 1969 und auch später namentlich nicht genannte Stifter des Bürgerpreises war der in Kempten geborene Karl Hoefelmayr (1907–1989), Sohn des gleichnamigen Firmengründers der Edelweiß-Milchwerke2 und deren langjähriger Unternehmensleiter. Als Motivation für die Stiftung des Preises kann man sicherlich an erster Stelle sein großes Interesse an der Kunst annehmen, denn Hoefelmayr hatte sich nicht nur als Industrieller, sondern auch als Künstler einen Namen gemacht. 1974 erhielt er selbst für sein Bronzeportrait des Alt-Oberbürgermeisters August Fischer den Kunstpreis der Stadt Kempten. Der autodidaktische Bildhauer und Maler war viele Jahre auch Mitglied in der Jury der Kunstausstellung. Karl Hoefelmayr stiftete den Bürgerpreis insgesamt fünf Jahre bis einschließlich 1973.


Für 1974 fand sich in Person des Thomas Dachser (1906–1979), Gründer der damals bereits international tätigen Spedition Dachser, mühelos ein neuer Stifter. Nicht ganz unbeteiligt an dieser Nachfolgeregelung war Dieter Zacherle3, der seinen damaligen Chef in der Spedition Dachser davon überzeugen konnte, die Auslobung dieses Kunstpreises zu übernehmen. Aus seinem ausgeprägten gesellschaftlichen Verantwortungsgefühl und aus bürgerschaftlichem Engagement heraus entschloss er sich zu dieser Form der Kunstförderung. Dass sein Einsatz eine weitreichende Fördertradition begründen sollte, hat der Unternehmer wohl kaum geahnt. Im Fokus stand auch für Thomas Dachser nicht der Stifter, sondern die Kunst.

Nachdem Thomas Dachser im Frühjahr 1979 gestorben war, übernahm das Familienunternehmen die Stiftung des Bürgerpreises, der 1981 in Thomas- Dachser-Gedenkpreis umbenannt wurde. Dachser sorgt seither – seit 30 Jahren und damit über die längste und künstlerisch vielfältigste Etappe in der Geschichte dieses Kunstpreises – mit der jährlichen Auslobung für die kontinuierliche Förderung der Allgäuer Künstlerinnen und Künstler. Die Dotierung des Preises wurde zudem über die Jahre immer wieder erhöht und liegt heute bei 2.600 EUR. Das Kemptener Familienunternehmen trägt außerdem durch regelmäßige Ankäufe von Kunstwerken zur Förderung der Allgäuer Kultur bei. Einige der mit dem Thomas-Dachser-Gedenkpreis prämierten Kunstwerke hängen in repräsentativen Räumen des Unternehmens und sind zu festen Bestandteilen der täglich gelebten Firmenkultur für Mitarbeiter und Gäste geworden.




Museen der Stadt Kempten

Kulturamt

Stadt Kempten (Allgäu)
Museen und APC
Memminger Str. 5
87439 Kempten (Allgäu)
Tel. 08 31 / 25 25 200
Fax 08 31 / 25 25 463
museen@kempten.de


Copyright © 2016 Museen der Stadt Kempten | museen@kempten.de | www.kempten.de