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Der Atem der Zeit

Fotografien von Reiner Metzger



Kunsthalle Kempten
Ausstellung
1. April - 21. Mai 2006
Di - So 10 - 16 Uhr, Do 10 - 18 Uhr

Ziel dieser Arbeit ist
dem Menschen seine Welt,
Landschaften ebenso wie Städte,
auf eine Weise gegenüberzustellen,
die dem menschlichen Auge verschlossen ist.

Reiner Metzger, Fotograf in Oberstdorf, präsentiert in der Kunsthalle Kempten seine neueste fotografische Pionierarbeit. Seine früheren Projekte "Der gültige Augenblick" und "Konrädler - Eine Allgäuer Bauernfamilie zu Beginn des 3. Jahrtausends" begeisterten das Publikum. Reiner Metzger hat sich der Schwarz-Weiß-Technik in höchster Qualität verschrieben. Es ist ein Abenteuer, in seine Bildwelt einzutauchen.

In der Ausstellung werden der Mensch und seine Umgebung getrennt. Landschafts- und Städteansichten sind menschenleer, ausgestorben. Die Menschen, die in diese Landschaft gehören, werden separat gezeigt und mit dieser Welt konfrontiert.

Wenn wir heute christliche Darstellungen betrachten, die von Künstlern der frühen Renaissance geschaffen wurden, fällt auf, dass die Gesichtszüge der Heiligen merkwürdig entrückt wirken. Durch die Vorgabe der Kirche entstanden Kunstwerke, bei denen die Wesenszüge der Dargestellten, ihre Individualität, nicht sichtbar werden durften. Das Antlitz wurde zwar detailgenau ausmodelliert, aber die Gesichtszüge wurden auf einen imaginären Punkt zurückgeführt, der eine dem menschlichen Auge verborgene Vorstellung repräsentiert. Mit seinem neuen Ansatz verfolgt Reiner Metzger den spannenden Versuch, einen solchen verborgenen Ruhepunkt des Ausdrucks, der in allen Dingen enthalten ist, im Bereich der Landschaftsfotografie sichtbar zu machen und ihn in Beziehung zum Menschen zu setzen.

Geeignetes Mittel ist dieTechnik der extremen Langzeitbelichtung bei Tag. Die Mimik der Landschaft, die inneren und äußeren Einflüsse, die im Wechselspiel mit der vorhandenen Struktur unser jeweiliges Landschaftsbild erst erstehen lassen, werden durch diese Vorgehensweise verändert. Entscheidend bei dieser Art der Fotografie ist nicht der Augenblick des Auslösens, sondern die Dauer des Belichtens und damit das Darstellen von Zeit, komprimiert in einem einzigen Bild.

Diese Arbeitsweise ist der Fotografie vorbehalten und unterscheidet sich grundlegend von der Darstellungsweise des Mediums Film. Beim Film werden in der Zeitlupe und dem Zeitraffer Einzelbilder oder besser Augenblicksbilder in kleineren oder größeren Zeitabständen aufgenommen und bewirken bei entsprechender Wiedergabe eine Verlangsamung oder Beschleunigung des gefilmten Vorgangs. Ein Kenn-zeichen des Mediums Film ist, dass man es nie im Stillstand, sondern immer mit dem Durchlauf einzelner Filmbilder zu tun hat. Ganz anders bei der Langzeitfotografie: Hier hat man, bildhaft ausgedrückt, ein Glas, auf dessen Boden sich mit Beginn der Belichtung Zeit ansammelt. Je länger man belichtet, desto mehr Zeit sammelt sich an, nichts geht verloren, nichts verlässt das Glas, alles fließt in ein einziges Bild ein, das nun nicht länger den uns vertrauten Augenblick zeigt, sondern eine ausgedehnte Zeitspanne beinhaltet - den "Atem der Zeit".

Reiner Metzger nutzt den fotografischen Apparat als Zeitmaschine, die das Verhältnis Mensch - Raum - Zeit definiert und dem Betrachter eine so nicht gekannte Welt der Stille öffnet.




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