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Kunstpreis der Stadt Kempten (Allgäu) - 2008

Franz Meier (*1933), Sonthofen



Franz Meier (*1933)
Sonthofen

"ABLENKUNG"
Öl auf Leinwand
110 x 120, 2008

Der Maler Franz Meier aus Sonthofen erhält für sein Gemälde „ABLENKUNG“ den 50. Kunstpreis der Stadt Kempten (Allgäu).

Das fast quadratische Bild „ABLENKUNG“ zeigt einen ausschnitthaften Blick auf eine Menschengruppe, die gestaffelt auf einer Tribüne steht. Alle schauen in eine Richtung, bis auf drei Personen, die sich ablenken lassen und sich zum Betrachter des Bildes hin gewendet haben. Das Ereignis, dem die Menschen zusehen, wird nicht näher definiert; es mag sich um ein großes Sport- oder Musikereignis handeln.

Franz Meier hat sich das „öffentliche Schauen“ zum Thema gemacht. Seine Figuren stehen in der Masse, in der Rolle des Zuschauers, des Unbeteiligten, aber nicht unbedingt Passiven, denn sie besitzen durchaus etwas Präsentes, unausgesprochen Explosives. Die Gesichter sind schemenhaft erkennbar, tragen keine individuellen Züge. Es gelingt dem Künstler, die spezifische Atmo-sphäre einer auf ein Ereignis konzentrierten Menschengruppe einzufangen.

Die Jury würdigt besonders die Eigendynamik der Malerei mit ihrer freien Pinselführung und kontrastreichen Farbwahl. Sie beurteilt die Arbeit als aufmerksames zeitnahes Statement zu Gesellschaft und Jugendkultur, und vielleicht zu einem latenten Gefahrenpotential bei Massenveranstaltungen. Der Bildaufbau mit den angeschnittenen Gesichtern und Körpern unterstützt die eindringliche Bildwirkung und bindet den Blick. Die Farbspuren, die nicht als Konturen, sondern als eigenwillig selbstständige Formen ins Bild gelegt sind, erzeugen eine vibrierende Intensität und Ausdruckskraft. Obwohl das Bild im Gesamten harmonisch und gleichmäßig koloriert erscheint, unterstützen die diagonale Bildachse, der Kontrast zwischen ruhig-blauem Himmel und der eng drängenden Menschengruppe sowie die zwei Blickrichtungen der Dargestellten eine komplexe Komposition, die sich durch eine faszinierende Machart der Malerei und eine hohe Spannung im Ausdruck auszeichnet.

Franz Meier über seine Arbeit:

„Menschen – ob einzeln oder in Gruppen, bekleidet oder nackt, am liebsten lebensgroß – und Gesichter, Augen, Hände, Füße sind von jeher meine Hauptthemen. In den neuen Bildern gehe ich die Motive noch direkter und unmittelbarer an. Es ist wunderbar, dass es möglich ist, nur mit Pinsel und Farbe auf einer weißen Leinwand alles auszudrücken, was heute im Großen und im Kleinen unsere Zeit ausmacht.“




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