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Kunstpreis der Stadt Kempten – 2014



Jürgen Bartenschlager (*1959)
Trunkelsberg
 
"Smoke on the Water (aus dem Zyklus 'LPs')"
(Auflage: 3 + 1AP)
digitale Fotografie kaschiert auf Aludibond
219 x 139, 2014

Mit der Fotografie „Smoke on the Water“, benannt nach dem gleichnamigen Lied von der Langspielplatte „Deep Purple – Machine Head“ (1971), betreibt Jürgen Bartenschlager visuelle Medienreflexion auf verschiedenen Ebenen. Ausgangspunkt für den Künstler ist die Schallplatte – ein Medium, das Musik übermittelt. Dieses wiederum übersetzt er mittels der Digitalfotografie in den Kommunikationsträger Bild. Durch den fotografischen Digitalisierungsprozess wird die Schallplatte bis zur Unkenntlichkeit verfremdet, die Monumentalisierung schließlich verwandelt das Motiv vollends in eine abstrakte Bildkomposition. Erst über den Titel wird das Medium Schallplatte wieder erkennbar. Gleichzeitig liegt die Faszination der Abbildung in den Unebenheiten der Rillen, die Bartenschlager zuvor digital manipuliert hat. Sie verdeutlichen Zeitlichkeit: Der Staub und die Nadel des Schallplattenspielers scheinen ebenso präsent, wie der unreine Klang einer oft abgespielten Schallplatt – „Smoke on the Water“ ist auf unterschiedlichen sinnlichen Ebenen erfahrbar.
 
Darüber hinaus eröffnet die durch verschiedene Arbeitsschritte erreichte Abstraktion weitere Interpretationsebenen, die sich vom Thema der Medienreflexion lösen: Spiele von Licht und Schatten erlauben Naturassoziationen – Strand, Wellen, Ebbe; die Rillen der Schallplatte setzen sich unregelmäßig fort, sind gebogen, bilden einen Horizont, und nehmen so Bezug auf den Titel gebenden Song der Fotografie.

Jürgen Bartenschlager selbst beschreibt die Genese sowie die durch verschiedene Medien ineinandergreifende Erfassbarkeit seiner Arbeit:

"Der Bildtitel entspricht dem Musiktitel der abgebildeten Platte. Erst über den Titel wird das Medium Schallplatte wieder erkennbar. Die Bearbeitung der Fotoaufnahme, digital im Studio aufgenommen mit Nikon D3x und Balgengerät mit Rodenstock-Objektiv, ließ mich die Grenzen der Digitalisierung hautnah erleben. Selbst am hochauflösenden Monitor können die einzelnen Linien nur in extremer Vergrößerung sauber dargestellt und dann bearbeitet werden. Hier wird die Digitalisierung auf den Kopf gestellt, denn nur ein entsprechend großer Fotoabzug zeigt die Details der Musik auf der Schallplatte. Hier müssen wir also zur Betrachtung interessanterweise wieder auf ein analoges Medium zurückgreifen. Mein Zyklus "Analogie des Hörens und Sehens – LPs" funktioniert also nur, wenn wir trotz aller Digitalisierung wieder auf einen echten Fotoabzug zurückgreifen."




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