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Förderpreis der Dr.-Rudolf-Zorn-Stiftung - 2008

Matthias Wohlgenannt (*1975), München



Matthias Wohlgenannt (*1975)
München

o. T. „(w.4)“
Mischtechnik
29,5 x 21, 2008

o. T. „(s.7)“
Mischtechnik
15,7 x 11,8, 2008

Matthias Wohlgenannt wird für seine beiden Arbeiten ohne Titel mit dem Förderpreis der Dr.-Rudolf-Zorn-Stiftung 2008 ausgezeichnet.

Die Jury sprach den Preis Matthias Wohlgenannt einstimmig zu. Der Künstler überzeugt in seinen kleinformatigen Werken durch subtile, rätselhafte Zeichnungen, die nicht nur die Jury mit der Frage konfrontieren: „Täuschen wir uns?“.

Der Aufforderung zur Enträtselung folgte die Jury in ihrer Debatte über die beiden Arbeiten. Geheimnisvoll gibt sich der Künstler bereits bei der Betitelung seiner Werke, die bezeichnet sind als „o.T. (s.7)“ und „o.T. (w.4)“, und als Material gibt er lediglich „Mischtechnik“ an. Die beiden kleinen Arbeiten sind aufwändig hergestellt und sorgsam montiert. Sie passen auf den ersten Blick nicht zusammen, widersprechen sich indes auch nicht und bedürfen jeweils der eingehenden Betrachtung. Flächen und Linien sind auf kleinen Papierbögen mit unterschiedlichen Mitteln gestaltet. Während das eine Dunkel in Dunkel gearbeitet ist und spitz zulaufende Formen darstellt, sticht das andere in einem zarten Bläulich hervor. Wohl mit Farbstift sind helle Flächen angelegt, zwischen denen ein Netz von ebenfalls hellen Stegen stehen bleibt.

Die Jury würdigt an diesen Arbeiten, dass sie eine Grundkonstante der Kunst einfordern, nämlich die Kunstobjekte intensiv zu betrachten und immer wieder ‚anders zu sehen’. Sie bescheinigt dem Künstler, er habe auf eine raffinierte Weise darüber nachgedacht, was Kunst ist. Mit einer leisen, aber unüberhörbaren Stimme habe er es geschafft, die ganze Aufmerksamkeit der Betrachterin oder des Betrachters auf sich zu ziehen.

Matthias Wohlgenannt über seine Arbeit:

„Beobachtungen parallel zu meinen Arbeiten

Glas: Beim Blick durch eine Scheibe sieht der Betrachter entweder das Dahinterliegende oder das Glas selbst. Je nachdem, wie der Fokus gesetzt wird, erscheint das jeweils andere als Störung. Sich überlagernde Ebenen werden durch Fokussierung getrennt und sind doch gleichzeitig gegenwärtig.

Kathedralen: Der Blick von außen auf das Strebwerk und der Blick in den Innenraum sind zwei Blicke, die nie gleichzeitig stattfinden können. Sie überlagern sich in der Imagination und bewirken eine Gleichwertigkeit der Baumaterialien Stein und Luft. Die Luft, oft als Leere wahrgenommen, wird zur Masse, die eingepresst werden muss. Durch die Umhüllung wird sie sichtbar. Die Luft übt Druck aus. Der Stein dient der Luft als Druckbehälter.

Licht: Licht von vorn, Licht von hinten, Reflektion, aufgesaugtes Licht. Das Licht bestimmt die Verhältnisse. Die Lichtverhältnisse klären die Wertigkeiten von Substanzen, legen räumlich wahrnehmbare Ebenen fest. Verändertes Licht bedeutet veränderte Wahrnehmung. Luft kann durch Licht zur Masse werden.“




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