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Museumsentwicklung
 
Die Stadt Kempten (Allgäu) kann auf ein reiches und vielfältiges kulturelles Erbe zurückblicken, welches in sieben Museen präsentiert wird:  im Archäologischen Park Cambodunum, im Allgäu-Museum, im Alpin-Museum, im Allgäuer Burgenmuseum, der Kunsthalle, im Schauraum Erasmuskapelle und den Prunkräumen der Residenz.
Verantwortung für dieses Erbe übernehmen heißt auch, stets für eine zeitgemäße Vermittlung zu sorgen. Daher legte 2010 ein Arbeitskreis den Grundstein für ein neues Museumsentwicklungskonzept.

Museumsentwicklung in Kempten - Dokument als PDF (935 KB)

Das Konzept sieht vor, drei Themen herauszustellen, die den kulturellen Charakter Kemptens besonders geprägt haben und weiterhin prägen:

- Römerstadt Kempten - Cambodunum
- Kempten - eine Doppelstadt 
- Allgäu: Alpen – Mensch – Natur


Aufbauend auf dem Museumsentwicklungsplan wurden 2011 detaillierte Masterpläne für die Themen "Römer" und "Doppelstadt" erarbeitet. Im Rahmen eines Workshops zum Thema "Museumsentwicklung in Kempten" im Juni 2013 wurden die Grundzüge der geplanten Umsetzung des Museumsentwicklungskonzeptes vorgestellt. 

An dieser Stelle informiert das Kulturamt nun aktuell über Neuerungen, Planungen und Ideen, die sich in den Museen der Stadt Kempten (Allgäu) entwickeln.


 

Römerstadt im Archäologischen Park Cambodunum


Neben dem APC-Sommer, welcher jährlich auf dem Gelände des Archäologischen Parks mit einem vielfältigen Kulturprogramm stattfindet, wird momentan die neue Dauerausstellung im gallorömischen Tempelbezirk Stück für Stück umgestaltet und erneuert.
Das neue Konzept bietet für den Besucher reichhaltige Informationen, interaktive Flächen und neue Entdeckungsmöglichkeiten.
So ist beispielsweise im Herkulestempel eine neue "Multivisionsshow" zu bestaunen, die den Betrachter 2000 Jahre in die Vergangenheit zurückführt.
Seit Juni 2015 entdecken Kinder den neuen Römerspielplatz, während Eltern auf der neuen Taberna-Terrasse entspannen.



 
Stadtgeschichte im Zumsteinhaus

Das Thema der Stadtgeschichte – von der Römerzeit bis in die Gegenwart – wird im Zumsteinhaus verortet.

Grundlegend für die Präsentation der im Zumsteinhaus zu behandelnden Stadtgeschichte ist eine offene äußere Form der Ausstellungsgestaltung, die einen teilweisen Wechsel der Exponate vorsieht. Den im Juli 2013 ausgeschriebenen Gestalterwettbewerb konnte das Stuttgarter Büro jangled nerves für sich entscheiden.

Mit der Gebäudeplanung wurde das Architekturbüro space 4 aus Stuttgart beauftragt, welches fortan für den Umbau und die Sanierung des Zumsteinhauses verantwortlich ist. Ermittelt wurde es über ein VOF-Verfahren. In seiner historischen Form soll das Haus möglichst unverändert erhalten bleiben. Baumaßnahmen betreffen die energetische Sanierung, den Einbau von Sanitäranlagen, Energie- und Leuchtmittelversorgung zur Präsentation der Inhalte, Barrierefreiheit durch insbesondere einen Personenaufzug und einen zweiten Fluchtweg durch die Schaffung eines zusätzlichen Treppenhauses.
 
Nach der letzten Öffnung im Mai 2015 begannen im Zumsteinhaus die ersten Arbeiten im musealen wie baulichen Bereich. Im Februar 2016 wurden alle Sammlungen in ihre neuen Zwischenlager umgezogen und das Haus wurde komplett entrümpelt.
Auch das Waschhaus, das sich direkt neben dem Zumsteinhaus befindet, wird in die künftigen Planungen zur Fortentwicklung des Ensembles einbezogen.



 
Allgäu: Alpen - Mensch - Natur

 
Im Kulturausschuss von Oktober 2016 wurde beschlossen, dass das Allgäu-Museum aufgrund von Brandschutzproblemen im Kornhaus im Dezember 2018 seine Pforten schließen muss.

Ein Teil der Sammlung wird im künftigen Kempten-Museum zu sehen sein. Eine politische Entscheidung, wann und ob der Marstall als Allgäu-Museum ertüchtigt wird, wurde noch nicht getroffen.

Das Alpin-Museum wird weiterhin als Zweigmuseum des Bayerischen Alpenvereins die Themen Alpen-Mensch-Natur abdecken.


Museen der Stadt Kempten

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87439 Kempten (Allgu)
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