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SEHNSUCHT EDEN

Cornelia Sayle, Bildhauerei
Werner Wagner, Malerei

01.-17.08.2008, täglich 11.00-19.00 Uhr



SEHNSUCHT EDEN
Jeder Mensch hat seine eigene Vorstellung vom Paradies. Viele werden bei dem Wort Eden an den Garten denken, aus dem Gott die ersten Menschen nach dem Sündenfall vertrieb. Einiges deutet darauf hin, dass der Garten Eden im Quellgebiet zwischen Euphrat und Tigris zu lokalisieren ist. Vielleicht stellen wir uns einen "hortus conclusus" vor, in dessen Schutz urzeitlicher und endzeitlicher Glückszustand zum Inbegriff wird. – Der Glaube an einen solchen Glückszustand ist religionsgeschichtlich weit verbreitet: Mal heißt er "Goldenes Zeitalter", dann ganz schlicht "Jenseits" oder "Nirwana".

Unser Zugang zum Garten Eden liegt aber ganz im Diesseits: Wenn wir aus unserem Haus in den Garten treten und inmitten all der Pflanzen, Blüten und Bäume stehen, die wir pflegen, die wir säen und ernten, wenn wir die Natur und die Landschaft im Zeitenwandel beobachten, dann haben wir den Schlüssel zum Paradies nicht nur in unseren Händen, sondern auch verinnerlicht in unserem Herzen; unser Apfelbaum wird dann zum Paradiesapfel, der Feigenbaum zur Paradiesfeige oder zum Baum der Erkenntnis bzw. zum Lebensbaum. Dieser Schlüssel ist eine Metapher und gibt uns die Möglichkeit, den Erscheinungen im Garten in zweifacher Hinsicht eine Form zu geben: Zum einen ist die Pflanze ein konkreter Teil des Gartens, der zu gestalten ist, zum anderen ist es der Reichtum in "unserem Paradies", der uns als unerschöpfliche Quelle plastischer und malerischer Formen dient. Dabei geht unser Blick nicht selten ins Mikro- und Makrokosmische.

Die transzendierten Vorstellungen vom „Paradies“ als Garten und dem Leben darin sind eigentlich sehr vielfältig und geben einen interessanten Einblick in die Bedürfnisse und Sehnsüchte der jeweiligen Kultur: Die Kelten haben Avalon, den Apfelgarten, die Griechen hatten den Garten der Hesperiden auf eine Insel im Westen mit seinen goldenen Äpfeln. Epikus versammelte seine Anhänger in einem Garten, der allen dort Ataraxie und Sorgenlosigkeit in Aussicht stellte. Die Klöstergärten geben uns bis heute das Bild einer geordneten und geschlossenen Welt. Seit der Aufklärung wird der Paradiesgarten jedoch immer mehr einer Urlandschaft gleichgesetzt, einer Welt noch vor der Zivilisation. Für den ökologisch bewussten Menschen der heutigen Zeit ist das Paradies meist eine Wildnis, ein Urwald oder Biotop, in dem die durch Kultur und Technik hervorgerufene Entfremdung überwunden wäre.

Unser Garten Eden wird zum irdischen Paradies und gleichsam eine „Urwohnung“ für uns. Es ist ein blühender Garten mit guten Früchten. In ihm herrscht eine Fülel von Formen und Farben, ist eine Stätte der Anmut und des Lichtes. In ihm lachen die Wiesen und duften die Blumen.

[05.08.08, AZ] Kunsthalle wird zum Garten (54 KB)



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