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Tag der Fischerei

auf dem Kornhausplatz und im Allgäu-Museum in Kempten
6. Juni, 10 – 17 Uhr


Die Ausstellung in Kempten berichtet, wie die Fischerei vor 250 Jahren betrieben wurde. Grundlage für die seltenen Informationen ist ein faszinierendes Dokument, das "Fischereibuch des Fürststifts Kempten" von 1755-85, das der Fischereiverband Schwaben e.V. im Jahr 2007 als Nachdruck herausgegeben hat. Wer sich nicht durch das dicke Buch hindurchlesen möchte, erhält die Informationen zusammengefasst, von vielen originalen Zeitdokumenten illustriert, in dieser interessanten Ausstellung, die der Fischereiverband Schwaben als Kooperationspartner maßgeblich unterstützt.

Das Kemptener Stiftsland war reich – reich an Fisch. Mehr als 80 Seen, Weiher, Teiche, die Iller, Forellen- und Krebsbäche im Allgäu gehörten zum Besitz des Klosters Kempten. Die größten waren der Wagegger Weiher bei Wildpoldsried und der Waltenhofener Weiher; aber auch der Niedersonthofener See, der Öschlesee oder der Eschacher Weiher gehörten dem Stift.
Um die Allgäuer Fischerei dreht sich die diesjährige Sonderausstellung im Allgäu-Museum. Welche Fische schwammen vor 250 Jahren in der Iller? Was aßen der Fürstabt und sein Hofstaat an den vielen Fastentagen? Wie wurden die Seen, Weiher, Teiche, die Iller und die Bäche bewirtschaftet?

Viele Fragen beantwortet das Fischereibuch des Fürststifts Kempten, das einzigartige, handgeschriebene, mit vielen Bildern versehene Dokument des Fischerherrn Benedikt von Schönau. Über 30 Jahre (von 1755 bis zu seinem Tod 1785) schrieb der ebenso systematische wie pragmatische stiftische Fischerherr an seinem Lebenswerk. Der riesige Foliant wird im Staatsarchiv Augsburg verwahrt; der Fischereiverband Schwaben gab ihn als Faksimile-Ausgabe heraus. Nun zeigt die Stadt Kempten erstmals eine Ausstellung über dieses großartige Werk, das in der Kemptener Residenz entstanden ist.

Die Zeichnungen führen nicht nur die Gewässer, die Fischarten, die Fischer und Jäger vor Augen, sie stellen auch die Allgäuer Landschaft dar, Häuser, Dörfer, Schlösser, den Fischdieb, Kinder beim Spielen oder den beleibten Hofkoch an seinem Feuerherd. Die Hofküche benötigte pro Monat ungefähr 900 Pfund Fisch, um die 70 Personen der Beamten und Diener sowie die Gäste zu verköstigen. Als „schönster und größter Fisch“ in dem „Kemptischen Land“ wird der Roth gerühmt, der Huchen, nach dem z.B. auch die ehemalige Gaststätte „Zum roten Fisch“ an der Iller bei Martinszell benannt war.
Mit viel Humor und Sachverstand, unterstützt von Künstlern, zeigt Schönau in diesem Buch, welche reiche Natur die Kultur des Barock gefördert hat. Jedes Frühjahr fingen die stiftischen Fischer beispielweise mehr als 10.000 Nasen in der „Nasengrube“ bei Leubas.

Die Ausstellung blickt auch zurück auf das Ende des Klosters Kempten im Jahr 1803. Unter bayerischer Regierung ließen sich die umfangreichen Fischwasser nicht mehr kostendeckend bewirtschaften, sodass die Verwalter beschlossen, die Seen, Weiher und Fischrechte zur Versteigerung zu bringen. Für den Wagegger und den Waltenhofener Weiher gab es keine Interessenten, sodass sie aufgegeben, abgelassen und die Grundstücke verkauft wurden. Andere Gewässer fanden Interessenten. Schon 1810 bildeten 40 Bürger der Kemptener Altstadt eine Interessensgemeinschaft, um in der Iller zu fischen. Daraus entstand die Fischereigesellschaft der Altstadt Kempten, gegr. 1825, die sich mit dem Neustädtischen Fischereiverein, gegr. 1881, 1929 zusammenschloss zum Fischereiverein Kempten e.V..


Tag der Fischerei 06.06.09
Der Fischereiverband Schwaben e.V. und einige seiner Mitgliedsvereine, darunter die Fischereivereine Kempten e.V., Niedersonthofener See e.V. und Sulzberg-Oy-Mittelberg e.V. (Rottachsee), unterstützen die Ausstellung. Am 6. Juni, von 10 bis 17 Uhr, informieren die Fischer auf dem Kornhausplatz und im Kornhaus über ihre Aufgaben für die Gewässer, über Fanggeräte, über Fische und Krebse. Ein interessantes Programm ist auch für Kinder und Jugendliche geboten, z.B. Casting oder Angelzielwerfen. Für das leibliche Wohl und musikalische Unterhaltung ist bestens gesorgt.

17. Mai – 4. Oktober 2009
Öffnungszeiten wie Allgäu-Museum
Dienstag bis Freitag 10-16 Uhr,
Wochenende und Feiertage 10-18 Uhr


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